Häufige Fragen zum Omnipod®-Insulin-Managementsystem

Bei der Auswahl eines Insulin-Managementsystems spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir möchten Ihnen die Auswahl erleichtern und haben eine Liste der Fragen zusammengestellt, die wir häufig von zukünftigen und derzeitigen Podders™ zum Omnipod®-Insulin-Managementsystem erhalten.

Bitte sprechen Sie zuerst mit Ihrem medizinischen Diabetes-Betreuer, um zu klären, ob das Omnipod®-Insulin-Managementsystem für Sie geeignet ist.

Sie haben keine passende Antwort auf Ihre Frage gefunden? Rufen Sie uns an: 0800 182 1629 (für Anrufe aus dem Ausland +49 69 1540 8728), schicken Sie uns eine Email an Omnipod-DE@insulet.com oder direkt online hier.

Erste Schritte mit dem Omnipod®-Insulin-Managementsystem

Welche Unterschiede bestehen zwischen dem Omnipod®-System und herkömmlichen Insulinpumpen?

Wie alle Insulinpumpen sorgt das Omnipod®-System für eine präzise, individuelle und kontinuierliche Insulinabgabe in Basalraten oder Bolusabgaben und bietet Sicherheitsprüfungen und Alarmfunktionen. Der Unterschied liegt im innovativen und preisgekrönten Design. Die beiden Teile des Systems kommunizieren drahtlos1 miteinander. Damit sind keine Kabel oder Schläuche erforderlich. Außerdem erfolgt die Einführung der Kanüle des Pod fast schmerzfrei. Der PDM verfügt über ein vollständig integriertes FreeStyle®-Blutzucker-Messgerät – Sie müssen also kein zusätzliches Gerät mit sich tragen und keine manuellen Eingaben tätigen. Das Omnipod®-System ist ganz einfach zu erlernen und zu bedienen.

Was bedeutet kontinuierliche Insulinabgabe?

Insulinpumpen geben über den Tag verteilt Insulin in einer Basalrate ab. Menschen, die eine herkömmliche Insulinpumpe tragen, müssen die Pumpe regelmäßig ablegen, z. B. um zu baden, zu schwimmen, Sport zu machen oder intime Momente zu genießen. Dadurch kann die.

Eignet sich das Omnipod®-Insulin-Managementsystem für Kinder und Jugendliche?

Ja. Das Omnipod®-System kann von Menschen jeden Alters verwendet werden, die Insulin zur Behandlung ihrer Diabetes benötigen – auch von Kindern und Jugendlichen. Der Pod eignet sich insbesondere für Kinder und Jugendliche, die Sport treiben und andere Aktivitäten ausüben. Der Pod ist robust und wasserdicht2 und es können keine Kabel oder Schläuche verklemmen oder verknoten, wenn Sie sich bewegen.

Bitte sprechen Sie zuerst mit dem medizinischen Diabetes-Betreuer Ihres Kindes, um zu klären, ob das Omnipod®-Insulin-Managementsystem für Ihr Kind geeignet ist.

Verfügt das Omnipod®-Insulin-Managementsystem über einen kontinuierlichen Glukosemonitor (CGM)?

Das Omnipod®-System hat kein integriertes CGM-System. Das Omnipod®-System ist jedoch kompatibel mit allen verfügbaren kontinuierlichen Glukosemonitorsystemen (CGMs). Damit können Sie den CGM auswählen, der sich am besten für Ihre Anforderungen bezüglich Gesundheit und Lebensstil eignet.

Wie klein ist das Omnipod®-Insulin-Managementsystem?

Der Pod ist 3,9 x 5,2 x 1,45 cm groß, also etwa halb so groß wie eine Kreditkarte, und kann ganz diskret getragen werden. Der Personal Diabetes Manager ist 6,4 x 11,4 x 2,5 cm groß.

Verwendung des Omnipod®-Systems

Kann ich mit dem Omnipod®-Insulin-Managementsystem schwimmen oder duschen?

Der Pod hat eine Bewertung für die Wasserdichtigkeit nach der IPX8-Norm. Diese internationale Norm besagt, dass der Pod über bis zu 60 Minuten in einer Wassertiefe von 7,6 Metern auf eine normale Funktion getestet wurde. Wenn Sie länger im Wasser bleiben möchten, empfiehlt es sich als Vorsichtsmaßnahme, regelmäßig das Wasser zu verlassen, um sicherzustellen, dass das Klebepolster noch fest auf der Haut sitzt. Da Insulin bei hohen Temperaturen beschädigt werden kann, kann Kontakt mit warmem Wasser dazu führen, dass das Insulin unwirksam wird. Daher sollte der Pod nicht während eines heißen Wannenbads getragen werden bzw. dabei nicht in Kontakt mit dem Wasser geraten. Beachten Sie die Verwendungshinweise des Insulinherstellers.

Der Personal Diabetes Manager ist nicht wasserdicht. Er darf nicht in oder in die Nähe von Wasser gelegt werden.

Kann ich mit dem Omnipod®-Insulin-Managementsystem reisen?

Ja. Wenn Sie eine Flugreise tätigen, sollten Sie Kontakt mit der Fluggesellschaft aufnehmen und sich zu den aktuellen Sicherheitsanforderungen erkundigen.

Kann ich Sport treiben, während ich einen Pod trage?

Natürlich. Der Pod eignet sich ideal für Sport. Er ist robust und wasserdicht2 und es können keine Kabel oder Schläuche verklemmen oder verknoten, wenn Sie sich bewegen. Außerdem müssen Sie den Pod nicht abnehmen, während Sie Sport treiben.

Wie nah müssen Pod und Personal Diabetes Manager zusammenliegen?

Der Pod und Personal Diabetes Manager kommunizieren über eine Drahtlostechnologie.

  • Für die Aktivierung muss der Pod in der Nähe des Personal Diabetes Manager liegen und ihn berühren.
  • Sobald der Pod aktiviert ist und Sie Änderungen am Basalratenprofil vornehmen, einen Bolus abgeben oder den Pod-Status prüfen möchten, kann sich der Personal Diabetes Manager in einer Entfernung von maximal 1,5 Metern vom Pod befinden.
Was geschieht, wenn eine Person in meiner Nähe ebenfalls ein Omnipod®-System verwendet?

Jeder Pod stellt bei der ersten Aktivierung eine eindeutige Eins-zu-Eins-Verbindung zum Personal Diabetes Manager her. Daher kann ein anderer Personal Diabetes Manager Ihren Pod nicht stören. Der Personal Diabetes Manager verfügt zudem über einen ID-Bildschirm, auf dem Sie ihn vor der Benutzung eindeutig identifizieren.

Gibt es Schulungen für die Benutzung des Omnipod®-Systems?

Ja. Wenn Sie noch nicht mit dem Omnipod®-System vertraut sind, wird einer unserer klinischen Spezialisten mit Ihrem medizinischen Diabetes-Betreuer zusammenarbeiten, um Sie mit den Funktionen des Systems vertraut zu machen, das Gerät und das Geraet richtig einzustellen.

Funktionsweise des Pod

Ist der Pod vorab mit Insulin befüllt?

Der Pod wird nicht mit einer Insulin-Befüllung ausgeliefert. Sie verwenden die im Lieferumfang des Pod enthaltene Spritze, um den Pod mit der Marke und der Menge an Insulin zu befüllen, die Sie benötigen. Bitte beachten Sie, dass Sie für das Insulin eine separate Verordnung von Ihrem medizinischen Betreuer benötigen.

Welchen Insulintyp sollte ich für den Pod verwenden?

Der Pod ist für ein schnell wirksames U-100-Insulin ausgelegt. Bevor Sie ein anderes Insulin im Omnipod®-Insulin-Managementsystem verwenden, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem medizinischen Betreuer.

Wie viel Insulin passt in den Pod?

Der Pod kann mit bis zu 200 Insulineinheiten befüllt werden. 85 Einheiten Insulin müssen eingefüllt sein, damit er in Betrieb genommen werden kann. Befüllen Sie den Pod einfach mit der Menge Insulin, die Sie während der Tragezeit benötigen. Bevor Sie das Omnipod®-System das erste Mal mit Insulin befüllen, sollten Sie mit Ihrem medizinischen Diabetes-Betreuer Rücksprache halten.

Welche Art Klebepolster wird für den Pod verwendet?

Der Pod verfügt über ein latexfreies Klebepolster auf Acryl-Basis, mit dem der Pod – selbst bei Feuchtigkeit – gut an der Haut haftet.

Wo kann ich den Pod an meinem Körper tragen?

Sie sollten mit Ihrem medizinischen Betreuer sprechen, um die beste Stelle zu bestimmen, an der Sie den Pod zu Beginn der Verwendung des Omnipod(R)-Systems anbringen können. Doch wenn Sie einmal mit dem Pod vertraut sind, können Sie ihn am Bein, am Oberschenkel, am unteren Rücken oder auf der
Rückseite des Oberarms tragen – also überall dort, wo Sie sich auch selbst eine Injektion setzen würden. Dabei sollten Sie den Pod nicht im Umkreis von 5 Zentimetern vom Nabel oder in anderen Bereichen tragen, wo Gürtel, Bünde oder enge Kleidung den Pod eindrücken, daran reiben oder ihn verschieben könnten.

Der Pod sollte nicht über einem Muttermal, einem Tattoo oder einer Narbe platziert werden, da hier die Insulinabsorption beeinträchtigt sein kann.

Weitere Informationen finden Sie in den Informationen zur Platzierung des Pod

Wie lange trage ich einen Pod?

Der Pod kann bis zu 3 Tage3 (bis zu 72 Stunden) lang getragen werden. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres medizinischen Betreuers zum regelmäßigen Austausch des Pod.

Wie lang ist die Kanüle des Pod?

Dank des automatischen Einführungssystems des Pod wird die Kanüle sicher und gleichmäßig bis zu einer Tiefe von 6,5 mm und in einem Winkel von weniger als 50 Grad unter die Haut eingeführt.

 So wird die Kanüle mithilfe des Personal Diabetes Manager vom Pod eingeführt.

Funktionsweise des Personal Diabetes Manager

Verfügt das Omnipod®-Insulin-Managementsystem über eine Funktion zum Herunterladen/Verwalten von Daten?

Ja. Alle Informationen zur Insulinabgabe, den Blutzuckerwerten und den Kohlehydraten können direkt vom Personal Diabetes Manager auf die mobile App oder Website des durch Insulet bereitgestellten Zugangs zu Glooko®-Website heruntergeladen werden. Diese führende Plattform für die Diabetes-Verwaltung ist für Podder™ kostenlos und ermöglicht Ihnen und Ihrem medizinischen Betreuungsteam den sofortigen Zugriff auf Berichte, Diagramme und Grafiken zu Ihren Aufzeichnungen.

 

Wie lange halten die Batterien im Personal Diabetes Manager?

Die Batterien im Personal Diabetes Manager halten je nach individueller Nutzung etwa 3 Wochen. Dieser Zeitraum kann sich bei intensiver Nutzung des Helligkeitsmodus verkürzen. Der Personal Diabetes Manager benötigt zwei AAA-Alkali-Batterien. Sie sollten keine Batterien anderen Typs für die Stromversorgung des PDM verwenden. Verwenden Sie nie alte oder gebrauchte Batterien, da diese die Funktion des Personal Diabetes Manager beeinträchtigen könnten.

Bestellung des Omnipod®-Insulin-Managementsystems

Was ist der Omnipod®-Probe-Pod?

Der Probe-Pod ist ein nicht funktionstüchtiger Pod ohne Nadel, der Ihnen einen Eindruck davon vermittelt, wie klein, bequem und flexibel der Pod an Ihrem Körper sitzt. Der Probe-Pod führt keine Kanüle ein und gibt kein Insulin ab. Befestigen Sie den Probe-Pod an einer Stelle, an der Sie sich in der Regel die Injektion setzen, und tragen Sie ihn bis zu 3 Tage3, um ein Gefühl für das Gerät zu bekommen. Mit dem Probe-Pod erhalten Sie außerdem eine Broschüre, in der die Funktionsweise des Omnipod®-Insulin-Managementsystems erläutert wird.

 Fordern Sie Ihren Probe-Pod an

Kundendienst und allgemeine Fragen

Gibt der Pod weiterhin Insulin ab, wenn ich meinen Personal Diabetes Manager zuhause oder an anderer Stelle vergessen habe?

Selbst wenn Sie den Personal Diabetes Manager nicht bei sich tragen, gibt der aktivierte Pod weiterhin das aktuelle Basalinsulin ab. Doch Sie benötigen Ihren Personal Diabetes Manager, wenn Sie Änderungen an der Basalinsulinabgabe vornehmen, Bolusdosen abgeben, Ihren Blutzucker messen oder auf Alarme und Warnhinweise reagieren müssen.

Was geschieht, wenn ich meinen Personal Diabetes Manager verliere oder er defekt ist?

Wenn Sie Schwierigkeiten mit dem Personal Diabetes Manager haben, rufen Sie unseren Kundendienst unter 0800 182 1629 (für Anrufe aus dem Ausland +49 69 1540 8728) an, um sofort ein Ersatzgerät zu erwerben. In den meisten Fällen erhalten Sie das Ersatzgerät innerhalb von 24 Stunden. Manche Kunden bestellen sich auch einen zweiten Personal Diabetes Manager, um für alle Fälle gerüstet zu sein.

Bieten Sie einen Rund-um-die-Uhr-Kundendienst?

Ja, unser Kundendienst ist an 7 Tagen in der Woche, 24 Stunden am Tag unter 0800 182 1629 (für Anrufe aus dem Ausland +49 69 1540 8728). für Sie da.

Wenn Sie Kunde sind und in einen anderen Land leben, lesen Sie bitte die Anweisungen für den Kundendienst auf der Website Ihres Landes.


  1. Der Personal Diabetes Manager muss sich in einer Entfernung von maximal 1,5 Metern vom Pod befinden, damit ein programmierter Bolus abgegeben werden kann. Er muss nicht den ganzen Tag in Ihrer Nähe sein, damit Basalinsulin abgegeben wird.
  2. Der Pod ist bis zu 7,6 Meter Wassertiefe für bis zu 60 Minuten wasserdicht. (IPX8). Der PDM ist nicht wasserdicht.
  3. Der Probe-Pod ist nicht funktionstüchtig und enthält keine Nadel und kein Insulin, kann aber bis zu drei Tage lang getragen werden.
  4. Bis zu 72 Stunden Insulinabgabe.
  5. Zisser H. Quantifizierung des Einflusses einer kurzfristigen Intervallunterbrechung von Insulinpumpentherapie-Infusionssets auf glykämische Exkursionen. Diabetes-Behandlung. 2008 Feb; 31 (2) 238-239